Die Hakomi-Methode – Ein Weg zu bewusster Menschlichkeit

 

Die Hakomi-Methode ist ein achtsamkeitsbasierter Ansatz, der psychotherapeutische Tiefe mit einer inneren, spirituellen Haltung verbindet. Sie geht davon aus, dass der Mensch ein lernfähiges, sich selbst regulierendes Wesen ist, dessen innere Erfahrungen – Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen und unbewusste Prägungen – eine Einheit bilden. Heilung geschieht nicht durch Korrektur von außen, sondern durch ein bewusstes, liebevolles Hinwenden nach innen.

 

Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht die Achtsamkeit als innerer Zustand. Achtsamkeit bedeutet hier nicht Technik, sondern eine Haltung: präsent zu sein, ohne zu bewerten, ohne zu kontrollieren und ohne etwas verändern zu wollen. In diesem Zustand beginnt das innere Erleben, sich von selbst zu zeigen. Tief verankerte Erfahrungen, alte Schutzmechanismen und unbewusste Überzeugungen treten sanft ins Bewusstsein – nicht als Analyse, sondern als unmittelbares Erleben.

 

Die Hakomi-Methode nutzt den Körper als Tor zur inneren Wahrheit. Der Körper erinnert sich an das, was der Verstand oft längst vergessen hat. In Haltung, Atmung, Spannung oder Bewegung spiegeln sich frühe Erfahrungen, emotionale Muster und innere Entscheidungen wider. Durch achtsames Spüren wird sichtbar, wie sich das eigene Leben innerlich organisiert hat – und wie bestimmte Reaktionen einst sinnvoll waren, heute jedoch nicht mehr notwendig sind.

 

Ein zentraler Aspekt dieser Arbeit ist die freundliche Begegnung mit dem eigenen Inneren. Nichts wird bekämpft oder weggemacht. Auch Widerstände, Ängste oder scheinbar „negative“ Anteile werden als intelligente Schutzbewegungen verstanden, die zu einer bestimmten Zeit notwendig waren. Allein das Erkennen dieser inneren Logik kann bereits Entlastung und Mitgefühl entstehen lassen.

 

Hier berührt die Hakomi-Methode eine spirituelle Ebene: die Erfahrung, dass hinter allen Prägungen ein unversehrtes, organisches Selbst existiert. Dieses Selbst ist nicht kaputtgegangen – es war lediglich überdeckt. In der achtsamen Präsenz kann dieses innere Wesen wieder erfahrbar werden. Nicht durch Denken, sondern durch Spüren, Durchfühlen und Erlauben.

 

Im therapeutischen Prozess entstehen neue Erfahrungen im sicheren Raum. Alte innere Überzeugungen wie „Ich bin nicht genug“, „Ich darf nicht fühlen“ oder „Ich bin allein“ können sich lösen, wenn sie nicht mehr nur erinnert, sondern auf einer tiefen Ebene neu erfahren werden. Daraus entwickelt sich ein inneres Umstrukturieren – nicht erzwungen, sondern organisch wachsend.

 

So entsteht ein Reichtum an erlernter Menschlichkeit:


die Fähigkeit, sich selbst wahrzunehmen, ohne sich zu verurteilen;

 

die Kompetenz, Gefühle zu halten, statt ihnen ausgeliefert zu sein;


die Freiheit, bewusst zu reagieren, statt automatisch zu handeln;

 

und die innere Offenheit, sich selbst und anderen mit Mitgefühl zu begegnen.

 

Hakomi ist damit nicht nur ein therapeutischer Ansatz, sondern ein Weg des inneren Wachsens. Ein Weg, der den Menschen lehrt, sich selbst zu bewohnen – mit Klarheit, Sanftheit und innerer Würde. Aus dieser Verbindung entsteht ein Leben, das nicht mehr aus alten Mustern heraus geführt wird, sondern aus bewusster Präsenz, innerer Balance und einer tiefen Verbundenheit mit dem eigenen Sein.

 

 

 

Meine Arbeit mit Anteilen der Hakomi Methode

 

Meine Arbeit ist achtsamkeitsbasiert und orientiert sich an der Hakomi-Methode. Sie verbindet körperorientierte, psychotherapeutische Begleitung mit einer inneren, spirituellen Haltung. Im Mittelpunkt steht das bewusste Wahrnehmen innerer Prozesse – Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen und Prägungen – ohne Bewertung und ohne Veränderungsdruck.

Auch belastende Erfahrungen und innere Schutzmechanismen werden als sinnvolle Entwicklungsbewegungen verstanden. Durch achtsames Spüren entsteht Raum für Transformation, innere Balance und die Integration unterschiedlicher innerer Kräfte. So kann ein tieferes Verstehen der eigenen Seele, innere Freiheit und ein authentisches, verbundenes Leben wachsen.

 

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© Monique Martin Lebensförderung